B. BGRUND-Schnittstelle

1.    Allgemeines

Punkt- und Grundrißdaten werden antragsweise als sequentieller ASCII-Datenbestand übergeben. Die Sätze sind von fester Länge mit jeweils 50 Zeichen. Sofern die Information in einem Datensatz nicht abbildbar ist, wird sie bei Punktdaten in weiteren Folgedatensätzen übergeben. Jedes Grundrißobjekt wird in einer eigenen Datengruppe, die aus mehreren Datensätzen bestehen kann und der das zugehörige Steuerzeichen für den Objekttyp (vergleichbar mit der Ebene in kommerziellen grafischen Informationssystemen) vorangestellt ist, dargestellt. Innerhalb einer Datengruppe können leere Datenfelder auftreten. Sofern in einer Datengruppe leere Datenfelder auftreten müssen, wird darauf in der Beschreibung hingewiesen. Die Datengruppe wird mit dem Endezeichen E abgeschlossen.

Rechts- und Hochwert der nicht numerierten Punkte werden in 2 unmittelbar aufeinanderfolgenden Datenfeldern übergeben. Die Datenfelder sind durch die Koordinatenkennzeichen K oder G getrennt. Sind die Grenz-/Eckpunkte von Flurstücken, Gebäuden oder topographischen Objekten durch örtliche Aufmessung und vermessungstechnische Berechnung bestimmt worden, so wird K verwendet; bei digitalisierten Eckpunkten trennt G Rechts- und Hochwert. Bei der Ausgabe von Flurstücken und Gebäuden wird immer das Koordinatenkennzeichen K verwendet. Die Qualität der Grenzpunkte ergibt sich aus der Tabelle der Punktdaten. Die Genauigkeit des Gebäudes wird als Sachdatum zum Gebäude ausgegeben.

Bei der Beschreibung des Datenformats wird folgende Symbol-darstellung verwendet:

        = Muß-Element (keine Klammer),
  {   } = Es ist eine Auswahl zu treffen (Muß-Element),
  [   ] = Kann-Element,
  [...] = vorangehendes Element kann wiederholt werden.

Großbuchstaben stehen für Steuerzeichen oder Textkonstanten, Kleinbuchstaben bezeichnen variable Eingabedaten.


2.    Vordaten

In den Vordaten werden die Antragsnummer, interne Verwaltungsangaben, das Datum des Abrufs, der Rahmen des Bearbeitungs-/ Abrufgebiets, das Koordinatensystem GK und die Nummern der betroffenen Punktnumerierungsbezirke einschließlich ihrer Verschlüsselung übergeben. Bei polygonförmigem Rahmen wird der erste Bruchpunkt am Ende wiederholt. Es darf pro Antrag nur ein Rahmen verwendet werden.
Die Vordaten enthalten ferner Hinweise zum Auszugstyp, z.B. wenn der übergebene Datenbestand nur geänderte und neu hinzugekommene Objekte enthält.

Für die Vordaten gilt die formale Beschreibung:

   ANTRAGSNR        antragsnummer     verwaltungsangaben           datuml
   RA               rechts1           hoch1           rechts2      hoch2
  [rechts3          hoch3]            [...]
   GK  s pbez       [punktnummer1     punktnummer2]
  [...]
   DIGRAUS  au      [DATUM        datum2      atyp]

Hierin bedeuten:


- ANTRAGSNR = Textkonstante (Spalten 1-9)
- antragsnummer = Antragsnummer (Spalten 12-20): 2stellige Jahreszahl +
  3stellige Amtsnummer + 4stellige laufende Nummer.
- verwaltungsangaben = interne Daten des Landesvermessungsamts
- datuml = Datum des Abrufs in der Form ttmmjjjj (Spalten 43 - 50).
- RA = Steuerzeichen für den Rahmen des Abrufgebiets (Spalten 1-2).
- rechtsx/hochx = Koordinaten (auf cm) der Begrenzung des Bearbeitungsge-
  biets. Zwei Koordinatenpaare definieren einen achsparallelen rechteckigen
  Rahmen. Werden nach dem Steuerzeichen RA mehr als zwei (max. 21)
  Koordinatenpaare übergeben, wird ein polygonförmiger Rahmen erzeugt.
- GK = Gauß-Krüger-Meridianstreifensysten (Spalten 1-2)
- s = einstellige, alphanumerische (0-9, a-z) Verschlüsselung der
  Punktnumerierungsbezirke (Spalte 5)
- pbez = 4stellige Kennzahl des Punktnumerierungsbezirks (Spalten 7-10)
- punktnummerl/punktnummer2 = Punktnummernbereich für die Bereitstellung
  aus der Punktdatei. Die Punktnummer setzt sich zusammen aus der
  5stelligen Leitpunkt- und der 3stelligen Folgepunktnummer.
- DIGRAUS = Textkonstante (Spalte 1-7), kennzeichnet das Ende der Vordaten.
- a = Datenabgebende Stelle (Spalte 10):
      1: Landesvermessungsamt
      4: staatliches Vermessungsamt
- u = Umfang der Datenbereitstellung von Flurstücken (Spalte 11):
      blank : Standard: Flurstück wird übergeben, wenn mindestens ein Punkt
              der Bezugsseite in den Rahmen fällt
          E : erweitert: alle Flurstücke mit mindestens einem Punkt innerhalb
              des Rahmens.
          I : innerhalb: nur Flurstücke, die vollständig innerhalb des
              Rahmens liegen.
- DATUM = Textkonstante (Spalte l2-l6) bei Aktualisierungsdaten.
- datum2 = Datum der letzten Datenabgabe in der Form ttmmjjjj zur
  Aktualisierung eines früher bezogenen Datenbestands (Spalten 23-30).
- atyp = Auszugstyp (Spalte 35)
         D : Update, enthält nur geänderte und neu hinzugekommene Objekte.
         V : Auszug enthält den vollständigen Datenbestand.



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