4.    Grundrißdaten

4.1    Gemarkung/Flur

Die Übergabe von Gemarkung und Flur wird den Grundrißdaten vorangestellt. Alle nachfolgend übergebenen Grundrißobjekte sind logisch diesem Flurstücksnumerierungsbezirk zugeordnet. Innerhalb eines Antrags können Daten mehrerer Flurstücksnumerierungsbezirke vorkommen.

Dabei gilt die formale Beschreibung:

  EM  gemarkungs- und flurnummer  gemarkungsname  E

Hierin bedeuten:

- EM = Steuerzeichen für Gemarkung und Flur,
- gemarkungs- und flurnummer = Nummer der Gemarkung (max. 4stellig), gefolgt
  von der 3stelligen Flurnummer (die Flurnummer kann unmittelbar nach der
  Gemarkungsnummer in einem Datenfeld oder in einem getrennten Datenfeld
  stehen),
- gemarkungsname = Name der Gemarkung. Es werden mindestens 3, maximal 26
  Zeichen übergeben. Dabei können Groß- und Kleinbuchstaben sowie Umlaute
  und ß vorkommen. Bei der Ausgabe wird imer der vollständige Gemarkungsname
  in den Spalten 22-47 linksbündig übergeben.


4.2    Flurstücke

Flurstücke werden als flächenförmige Objekte geführt und übergeben. Für die Geometrie der Flurstücke gilt die formale Beschreibung:

  EF  flurstücksnummer  [R wert1]  [H wert2]  [D wert3]

  punktnummer         punktnummer         punktnummer           [...]     E
  rechts G hoch       rechts G hoch       rechts G hoch
         K                   K                   K
                      K+                  K+
                      K-                  K-
                                          L       r
                                          R       r

Hierin bedeuten:

- EF = Steuerzeichen für Flurstücke,
- flurstücksnummer = Flurstücksnummer einschließlich 3stelliger Unternummer.
  Die Unternummer darf keine Zuflurstücksnummer sein.
- R, H, D = wahlfreie Steuerzeichen, durch die die Standardpositionierung
  der Flurstücksnummer (in der Regel der Schwerpunkt des Flurstücks) bei der
  Eingabe im Rechtswert, Hochwert und im Drehwinkel ersetzt werden kann. Die
  Verschiebungsbeträge wert1 und wert2 sind für die Schriftmitte in mm
  bezogen auf den Maßstab 1:500 und auf den zuerst eingegebenen Grenzpunkt,
  der Betrag wert3 ist in Gon und bezogen auf die West-Ost-Richtung einzugeben.
  Als wert3 ist eine ganze Zahl von + 100 bis - 100 zulässig.
  Drehpunkt ist die Schriftmitte. Die Drehung ist im Uhrzeigersinn positiv.
  Bei der Datenabgabe wird die Positionierung der F1urstücksnummer immer in
  nachfolgenden AF-Sätzen ausgegeben.
- Der Grenzzug des Flurstücks wird mit Punktnummern (punktnummer) oder
  Koordinaten (rechts hoch) im Uhrzeigersinn übergeben, wobei der
  Anfangspunkt am Ende wiederholt wird. Bei den Koordinaten muß es sich um
  Gauß-Krüger-Werte handeln.
  Bei kreisförmigen Grenzen wird nach dem Bogenanfang das Steuerzeichen K+
  bzw. K- übergeben, wenn der Kreisbogen links bzw. rechts von der Sehne
  liegt, gefolgt von der Nummer des Kreismittelpunkts; anschließend folgt
  der Bogenendpunkt.Sofern der Kreisbogen durch den Radius festgelegt ist,
  wird anstelle des Kreismittelpunkts das Datenfeld in der Form Lr oder Rr
  (L oder R = Kreismittelpunkt liegt links oder rechts von der Sehne, r =
  Radius in cm ohne Dezimalpunkt) übergeben. Bei der Ausgabe kreisförmiger
  Grenzen wird immer die Form Lr oder Rr verwendet -
- punktnummer = Punktnummer.
                Punkte des Liegenschaftskatasters: slllllfff
                s = Schlüssel des Punktnumerierungsbezirks (siehe Vordaten),
                lllll = maximal 5stellige Leitpunktnummer,
                fff = 3stellige Folgepunktnummer.
                Trigonometrische Punkte: 4stellige Nummer der TK25, 3stellige
                TP-Nummer, 2stellige Unternummer und die Kennung T
- rechts hoch = Rechts- und Hochwert der nicht numerierten Punkte auf
                Zentimeter getrennt durch das Koordinatenkennzeichen G oder K (siehe
                Nr.1). Bei der Ausgabe von Flurstücken wird immer K verwendet. Die
                Qualität der Grenzpunkte ergibt sich aus der Tabelle der Punktdaten.

Ein Flurstück kann ein oder mehrere andere (innenliegende) Flurstücke umschließen: Hierzu wird mittels einer fingierten Grenze die logische Verbindung zu dem innenliegenden Grenzzug hergestellt; der innenliegende Grenzzug wird im Gegen-Uhrzeigersinn beschrieben.



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